Höhle von Postojna

Ein fantastischer Komplex von Gängen, Galerien und Hallen, eine verblüffende Vielfalt an Karsterscheinungen und ein einfacher Zugang sind die Hauptgründe für die außergewöhnliche Beliebtheit und Besucheranzahl der Höhle von Postojna (Adelsberger Grotte), die in 200 Jahren schon 38 Millionen Besuche zu verzeichnen hatte.

Besuchszeiten

 09:0010:0011:0012:0013:0014:0015:0016:0017:0018:00
Januar                      
Februar                       
März                       
April*                    
Mai                             
Juni                             
Juli                              
August                              
September                             
Oktober                    
November                       
Dezember                       

* bei einer hohen Anzahl von Gästen werden zusätzliche Touren organisiert

 

Eintrittspreise

(pro Person)

Erwachsene 25,80 €
Schüler, Studenten 20,60 €
Kinder bis 15 Jahre 15,50 €
Kinder bis 5 Jahre 1,00 €

Audioführer in Deutsch, Sowenisch, Englisch, Italienisch, Kroatisch, Ungarisch, Spanisch, Russisch, Polnisch, Tschechisch, Hebräisch, Chinesisch, Japanisch und Koreanisch zur Verfügung.

Im Eintrittspreis ist eine Unfallversicherung eingeschlossen.

Besichtigung der Höhle von Postojna

Jeder Besuch der Höhle von Postojna wird von Führern begleitet, die den Besuchern die Schönheit der Höhle genauer vorstellen. Außerdem stehen Ihnen ebenfalls Audioführer in verschiedenen Sprachen zur Verfügung.

Das Fünf-Meter-Juwel

Der schönste Stalagmit der Höhle von Postojna heißt Brillant. Mit dem Blick auf diese wunderschöne, strahlende, weiße Kalkstruktur muss man sich einfach einig sein, dass er seinen Namen wert ist.

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Ein ca. 5 Meter großer Tropfstein. Der Brillant steht an einem Ort, an dem die Decke stärker und gleichmäßiger tropft. Das Wasser, das an der ovalen Oberfläche des Tropfsteins entlangläuft, lagert konstant und gleichmäßig eine dünne Schicht aus Sinter an, die aus reinem Calcit besteht. Dieser gibt dem Tropfstein seinen strahlendweißen äußeren Schein, und es überrascht nicht, dass dieser schon seit Jahrzenten das Symbol der Höhle und der ganzen slowenischen Karstregion ist. Neben ihm steht eine an den Barockstil erinnernde Sintersäule.

Der Bildhauer dieser Naturwunder ist Sinter, ein Mineral – normalerweise Calcit –, das sich aus säurehaltigem Wasser löst. Der Sinter bildet in den Höhlen des Karsts Tropfsteine, Sintervorhänge, Sinterbecken, Rinden und andere fantastische Formen. Im Saal des Brillanten können Besucher an den Wänden Sintervorhänge, Sinterröhrchen und den sogenannten „Orgel“-Wasserfall aus Sinter bewundern. Diese zählt sicherlich zu einen der schönsten aus Sinter bestehenden Naturwundern der Höhle von Postojna.

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Die einzige Höhle mit einer zweigleisiger Strecke

Man kann nur in der Höhle von Postojna bereits 140 Jahre mit einem besonderen Zug unter prächtigen unterirdischen Gewölben, die von wie Kronleuchter aussehenden Tropfsteinen geschmückt sind, durch die fantastische Landschaft mit spielerischen Kalkskulpturen fahren.

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Von ehemalig guten 300 Metern, die den Besuchern bis 1818 zugänglich waren, kann sich der heutige Besucher in einer 1 ½ Stunden langen Besichtigung die touristisch ausgestatteten Gänge anschauen, die sich auf guten 5 km ausstrecken. Seinen Weg durch die Höhle beginnt man am Bahnsteig der einzigartigen Höhlenbahn, wo insbesondere in der Sommerzeit ein lebhafter Rummel herrscht, der den größten Bahnhöfen eigen ist. Hier fängt die 3,7 km lange Bahnstrecke an.

Vom Fußweg…

Jahrelang konnten die Besucher die Höhle nur zu Fuß besichtigen. Als im Frühling 1857 das Kaiserpaar mit Begleitung die Höhle besuchte, wurden für die Kaiserin Elizabeta und ihre Hofdamen drei mit Samt gepolsterte Tragen angefertigt. Da diese nicht benutzt wurden, standen sie von da an auch den anderen betuchtesten Höhlenbesuchern zur Verfügung.

Das war die Zeit, als die Umgebung von Postojna unaufhaltsam modernisiert wurde. Im Jahre 1857 verband die Bahnlinie Postojna mit Wien und Triest sowie mit der übrigen Welt. Die Besucheranzahl der Höhle von Postojna steigerte sich im folgenden Jahr fast um das Doppelte und im Jahr danach stieg sie noch erheblich an. Der erhöhte Höhlenbesuch regte immer wieder zum Nachdenken an, wie der Zugang zu den schönsten Höhlenabschnitten anders gelöst werden sollte (z. B. Geographe, Karstforscher und Vorreiter der zeitgenössischen Speläologie A. Adolf Schmidt schlug das Eselreiten vor).

Zum Aufschwung und zur Entwicklung des Tourismus von Postojna trug den Großteil ein Mann aus dem Saleška Tal, der slowenische Nationaler Anton Globočnik von Sorodolski bei, der im Jahr 1863 der Bezirkshauptmann von Postojna und so Vorsitzender der Höhlenkommission wurde. Während seines langjährigen Dienstes (1863–1885) führte er etliche Neuigkeiten ein, die die Höhle von Postojna und das touristische Angebot von Postojna modernisierten. Unter anderem war er der Anreger der Höhlenbahn.

…bis zur eingleisigen Strecke…

Im Jahre 1872 wurden bis zum heutigen Großen Berg (früher Kalvarienberg genannt) Schienen verlegt und den Besuchern wurde eine Fahrt in zweisitzigen von Höhlenführern geschobenen Wagen angeboten. Die kleine manuell betriebene Bahn war der zahlreichen Höhlenbesuche jedoch nicht gewachsen nicht. Eine mit Motor angetriebene Zugbeförderung war bereits vor dem Ersten Weltkrieg geplant, wurde jedoch erst in 1924 eingesetzt. Ein Jahr zuvor war das ganze Bahnsystem renoviert worden (die erste Lokomotive Montania Nr. 803 fand ihren Ruhestand im Notranjaska-Museum, die zweite Montania S-10, Nr. 2004 ist heute auf der Plattform vor dem Höhleneingang zur Schau gestellt ).

Im Jahr 1928 wurde am Höhleneingang ein neues Verwaltungsgebäude erbaut, heute Jamski dvorec (Höhlenpalais) genannt, in dem sich nebst einem Restaurant auch der neue Eingangsstation der Höhlenbahn und der Empfangsraum für Besucher befanden. Hier stiegen jene Besucher in den Zug ein, die sich die Höhle mittels Zug ansehen wollten. Durch den Haupteingang, den heutigen Ausgang, traten diejenigen ein, die die Höhle zu Fuß begingen. Auf diese Art und Weise besichtigen die Besucher die Höhe bis 1963.

… und zur zweigleisigen Strecke

Die alten mit Benzin angetriebenen Lokomotiven dienten im Laufe der Jahre nicht mehr ihren Zwecken: Wegen deren Abgase war die Fernsicht sehr schlecht. Bei der Eröffnung der touristischen Saison im Jahre 1957 wurden die alten Lokomotiven durch neue elektrische ersetzt. In jenen Jahren stiegen die Besucherzahlen unaufhaltsam an. Die eingleisige Strecke aus der Vorkriegszeit mit nur zwei Ausweichstellen auf der gesamten Strecke, die auf einmal nur von 3 Lokomotiven befahren werden konnten, verursachte bei zunehmendem Höhlenbesuch immer mehr Staus.

Am 20. Juni 1964 fand die feierliche Eröffnung der zweigleisigen Strecke mit einer Schleife am Höhleneingang und einem Kopfbahnhof am Ausstiegsstation der Höhlenbahn unter dem Großen Berg (Station Kalvarienberg) statt. Im Jahre 1968 wurde die zweite Phase mit einer Schleife bis zum Konzertsaal erbaut. Die zweigleisige Kreisbahnlinie ermöglichte die ungestörte Beförderung einer großen Zahl von Besuchern, die in den kommenden Jahren die Höhle von Postojna besichtigten.

Besichtigung der Höhle von Postojna

Die Besichtigung der Höhle von Postojna erfolgt mit Führern, die die Schönheiten der Schauhöhle in Deutsch, Englisch, Italienisch und Slowenisch näher erklären. Den Besuchern stehen auch Audioguides in verschiedenen Sprachen zur Verfügung.

Wer etwas auf sich gibt, muss sie einfach besuchen

In der 200 jährigen Geschichte der organisierten Besichtigungen wurde die Höhle bereits von 38 Millionen begeisterten Besuchern aus aller Welt besucht. Viele von ihnen hinterließen schriftlich ihre Eindrücke in den Gästebüchern.

Eine der Sehenswürdigkeiten der Höhle von Postojna sind bestimmt auch die Eintragungen in den Gästebüchern, vor allem in dem Goldenen Buch, denn man kann unter vielen auch besonders interessante Persönlichkeiten aus der Weltgeschichte, Kultur, Wissenschaft, Politik, Wirtschaft usw. finden. Bereits Mitte des 19. Jahrhunderts besuchten die Höhle von Postojna nicht nur Besucher aus Europa, sondern auch aus Australien, China, Indien und sogar aus Java und Sumatra.

Damals unterschrieben sich die Besucher einfach an die Wände und Tropfsteine. So findet man im Gang der alten Unterschriften sogar Eintragungen aus dem 13. Jahrhundert, die meisten stammen allerdings aus dem 16. und 17. Jahrhundert.

Als erster „offizieller‟ Besucher betrat die bereits touristisch ausgestattete Höhle der österreichische Thronfolger Ferdinand I., der auch die erste Eintragung in das Gedenkbuch hinterließ. Bis zum Jahre 1941 wurden ganze 31 Gedenkbücher gesammelt, die im Höhlenmuseum aufbewahrt sind. Im Jahr 1957 wurde von der Höhle von Postojna ein Gedenkbuch eingeführt, das so genannte Goldene Buch, das nur für die Unterschriften der vornehmsten Besucher reserviert war. Heute ist schon das vierte Buch im Gebrauch, die Eintragungen sind sowohl ein einzigartige Zeuge dieser Zeit als auch der weltpolitischen Verhältnisse.

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In den Unterschriftlisten stehen Namen zahlreicher vornehmer Gäste. Darunter befinden sich beinahe alle europäischen Herrscher, von Schweden bis Griechenland, chinesische und japanische Prominente, der brasilianische Kaiser und vor allem die Leiter jener Staaten, denen slowenische Länder in verschiedenen Zeiten angehörten. Kaiser Franz I. (besuchte die Höhle zweimal, im Jahre 1816 und 1818) und der Erzherzog und Thronfolger Ferdinand (1819); die Witwe von Napoleon, Kaiserin Maria Louise (1830 und 1832), der Thronfolger Maximilian von Bayern, später Maximilian II. von Bayern (1835); Erzherzog Ivan (1837 und 1844); Kaiser Franz Joseph I. (1857 und 1883); der brasilianische Kaiser Dom Pedro II. mit Kaiserin Theresa Christina (1871); der serbische König Milan Obrenović (1887 und 1888); dem Zauber der Höhle von Postojna konnten der japanische Prinz Takehito Shinnō und seine Frau, Prinzessin Yasuko auf seiner europäischen Reise im Dezember 1889 nicht widerstehen; der rumänische König Karel I. und seine Frau, Königin Elizabeta (mit Künstlername Carmen Sylva); der italienische König Viktor Emanuel III. (1919 und 1922); Shri Vijayadevji Mohandjevi, Maharadscha von Dharampur mit seiner Frau (1924); Benito Mussolini (1938).

Der jugoslawische Präsident Josip Broz Tito besuchte die Höhle das erste Mal am 28. Mai 1945. In den Folgejahren besichtigte er sie mit zahlreichen Delegationen noch sehr oft. Im Jahr 1954 war bei ihm der türkische Präsident Bayar zu Gast, im Folgejahr der griechische König Pavel mit seiner Frau Frederika. Der ägyptische Präsident Gamal Abdel Naser besuchte die Höhle im Jahr 1956 zusammen mit dem damaligen Exekutivratsvorsitzenden Sloweniens Boris Kraigher. Im Jahre 1960 durften in der Höhle der ägyptische Präsident Anvar El Sadat und die Regierungspräsidentin von Ceylon Sirimavo Bandaranaike begrüßt werden. Am 29. August 1963 besuchten die Höhle Präsident Josip Broz Tito und seine Frau Jovanka mit dem russischen Präsidenten Nikita Khrushchev und seiner Frau Nina.

Milan Kučan, der erste slowenische Präsident, begleitete mit seiner Frau Štefka viele eminente Gäste der heutigen Zeit in die Höhle von Postojna so auch am 12. Oktober 2001 die dänische Königin Margarethe II. mit ihrem Mann, dem Prinzen Henrik. Im gleichen Jahr unterzeichnete das Gästebuch der Höhle von Postojna die japanische Prinzessin Nori (Sayako), die einzige Tochter des japanischen Kaiserpaares. Im Jahre 2005 besuchten die Höhle unter anderen auch 4 Staatspräsidenten: Wlodzimierz Cimoszewicz aus der Republik Polen, Ivan Gašparovič mit Gattin Silvija aus der Republik Slowakei, die finnische Präsidentin Tarja Halonen, der armenische Präsident Robert Kotscharjan und der niederländische Meteorologe und Nobelpreisträger für Chemie im Jahr 1995, Paul Crutzen. Am 1. Juni 2006 lud der damalige slowenische Präsident Janez Drnovšek den Fürsten Albert II. von Monaco in die Höhle von Postojna ein. Auch der italienische Ministerpräsident Romano Prodi war im Jahr 2007 Gast der Höhle von Postojna.

Auch in den letzten Jahren haben viele Prominente die Höhle von Postojna besucht. Im April 2013 stattete der Präsident der Republik Slowenien Borut Pahor die Höhle anlässlich des 800-jährigen Jubiläums der ersten bekannten Unterzeichnung in der Höhle von Postojna einenBesuch ab.. Einen Monat später folgten ihm die Präsidentin des indischen Parlaments Lokh Sabha, Frau Meira Kumar und der Präsident der Republik Estland, Herr Toomas Hendrik Ilves.

Ihre Kaiserlichen Hoheiten, der japanische Prinz und die Prinzessin Akishino, die wir im Juni 2013 zu Gast hatten, waren sehr beeindruckt von der Schönheit und Pracht der Unterwelt. Die Gäste bewunderten die Natur und fragten sich, wie lange es notwendig war, dass winzige Tröpfchen so eine fantastische Landschaft geschaffen haben. Im selben Jahr besuchte der US-Senator slowenischer Abstammung Tom Harkin die Höhle und etwas später besuchten uns drei Prinzessinnen aus der thailändischen Königsfamilie: MC Bhansawali Kitiyakara, HRH Soamsawali und HRH Bayrakitiyabha.

Im Jahr 2014 haben uns der Nobelpreisträger Sir Harry Kroto mit seiner Frau Margaret, Herr Li Yong, der Generaldirektor der UNIDO und der Vorsitzende des Internationalen Strafgerichtshofs Sang Herr - Hyun Song mit ihrem Besuch beehrt. Mitte desselben Jahres beehrte uns auch der slowenische Schriftsteller Boris Pahor , der trotz seiner 101 Jahre noch immer voller Kraft und Schaffensenergie ist und der sich daran erinnerte, dass er das erste Mal noch in den Studentenjahren die Höhle besucht hatte. Auch in der Herbstzeit im Jahr 2014 durften wir besondere Besucher empfangen, eine der berühmtesten war die amerikanische Astronautin indisch-slowenischer Herkunft Sunita Williams, die nach dem Besucht aussagte, es sei eine wahrlich besondere Erfahrung für sie gewesen und sie schrieb in das Erinnerungsbuch, sie sei geehrt, die Welt „von oben und von unten“ gesehen zu haben. Die ersten Gäste im Jahr 201 begrüßten wir bereits im Januar und zwar war das eine Gruppe russischer Kosmonauten vom Star City Russia’s Cosmonaut Training Centre, die bei ihrem Besuch Sloweniens von Dragan Živadinov begleitet wurden. Der erste Besuch eines Präsidenten konnte im Februar mit der Aufwartung der Präsidentin der Republik Malta, Marie Louise Colerio Preca verzeichnet werden, die nach ihrem Besuch in das Goldene Buch schrieb: „Niemand kann die Zauberhaftigkeit der Höhle von Postojna beschreiben. Man muss sie gesehen haben, um zu verstehen.“ An der Schwelle des Frühlings besichtigte die Höhle von Postojna während des Damenprogramms des offiziellen Besuchs Sloweniens die erste Dame der Türkei Emine Erdogan und einige Tage später auch der Vizepräsident der chinesischen Regierung Sun Zhengcai mit Delegation und in Begleitung des chinesischen Botschafters in Slowenien. Nur etwas später kam es zum Wendepunkt, als wir den 36-millionsten Besucher der Höhle von Postojna begrüßen durften und uns der Ministerpräsident der Tschechischen Republik Bohuslav Sobotka mit Gattin und Mitarbeitern die Ehre gab.Im Juni dieses Jahres kam zur Besichtigung der größten Sehenswürdigkeit ebenfalls der Botschafter der Vereinigten Staaten in Slowenien Brent Robert Hartley mit Gattin Elizabeth Dickinson.